Worum geht's
Die Fernkurse der Literarischen Kurse sind keine klassischen Literaturkurse, bei denen Literaturgeschichte im Heimstudium gepaukt und am Ende nach Protokoll abgeprüft wird, sondern eine einjährige literarische Entdeckungsreise. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie Schriftsteller*innen und Literaturwissenschaftler*innen, wie Lesende jeden Alters und jeden Hintergrundes mit gewissen Themen umgehen, die wir in den Mittelpunkt des Fernkurses stellen. In den letzten Jahren spiegelten diese Themen nicht nur ein gesellschaftliches Interesse wider, sondern machten ganz einfach auch uns und den Fernkursteilnehmer*innen viel Freude. Mit "lyrikLESEN", "klassikLESEN", "frauenLESEN" und nun "naturLESEN" bleiben wir am Puls der Zeit und decken zugleich den Hunger unserer Fernkursgemeinschaft, die zum Teil aus Leser*innen besteht, die schon seit Jahrzehnten mit dabei sind.
- Was erwartet die Teilnehmer*innen?
Das Besondere ist, dass die Teilnehmer*innen nicht einfach sechs Hefte zugeschickt bekommen und dann auf sich allein gestellt sind.
Zu jedem der drei Themen gibt es zwei Hefte:
ein „Horizonte“-Heft, das Hintergrundwissen, literaturwissenschaftliche und philosophische Perspektiven eröffnet,
und ein Lektüre-Heft, das sich konkret mit dem jeweiligen Roman beschäftigt.
Die sechs Lesehefte kommen gedruckt per Post nach Hause – also tatsächlich etwas zum Lesen, Unterstreichen und Mitnehmen, nicht bloß digitales Kursmaterial.
- Sind Teilnehmer*innen alleine durch den Kurs unterwegs?
Das kommt nun ganz darauf an, wie die Teilnehmer*innen den Kurs durchlaufen wollen. Denn zu den sechs Leseheften, die regelmäßig per Post eintrudeln und in denen jeweils zwei Schreibimpulse zu finden sind, kommt noch etwas Besonderes, nämlich der persönliche Austausch: Wer möchte, kann seine Gedanken und Antworten zu den Kursinhalten regelmäßig schriftlich an die persönliche Fernkursbegleitung schicken und bekommt darauf eine individuelle Rückmeldung. Unsere Fernkursbegleiter*innen finden Sie hier. Und auch in Literaturcafés und anderen Veranstaltungen können sich Teilnehmer*innen aktiv einbringen und mit anderen in Kontakt kommen. Wer allerdings lieber still bleibt und sich damit begnügt, im Eigenstudium die Lesehefte zu erarbeiten, kann dies natürlich auch sehr gerne als Weg wählen!
- Und wie „fern“ ist der Fernkurs?
Man kann ganz gemütlich von zu Hause aus teilnehmen. Es gibt aber viele Möglichkeiten, aus dem Lesen ein gemeinsames Erlebnis zu machen:
9 optionale Literaturcafés, vor Ort in Wien oder online,
eine dreitägige Fernkurstagung in Wien,
zusätzliche Schreibwerkstätten und Lektürereihen,
weitere literarische Veranstaltungen.
Die Tagung im Rahmen des aktuellen Fernkurses "naturLESEN" vom 12. bis 14. März 2027 ist dabei ein besonderer Höhepunkt: Drei Tage lang treffen sich die Teilnehmer*innen in Wien zu Vorträgen, Workshops, Diskussionen und einem gemeinsamen Rahmenprogramm. Die Kosten dafür sind bereits im Fernkurs enthalten.
- Wie oft dürfen eigene Texte verfasst werden?
Am Ende jedes Leseheftes finden sich zwei Schreibimpulse – ein kreativer und ein eher analytischer. Teilnehmer*innen können einen der beiden Impulse wählen und eine A4-Seite dazu verfassen. Die Texte schicken sie digital per Mail ihren Begleiter*innen, die darauf antworten werden. Es werden dabei aber keine Fehler gesucht und rot unterstrichen! Vielmehr geht es um einen lebendigen Austausch zwischen Teilnehmer*innen und Begleiter*innen (allesamt erfahrene Literaturvermittler*innen und Büchermenschen), ein Mitteilen von Gedanken und Reflektieren von Text, Sprache und Wort.
Wer allerdings keine Texte verfassen möchte, ist herzlich eingeladen, den Kurs lesend zu verbringen!
- Wie viel Zeitaufwand muss eingeplant werden?
Der investierte Zeitaufwand hängt davon ab, ob Sie mit oder ohne Zertifikat abschließen möchten.
Mit Zertifikat bedeutet das:
drei Bücher lesen, mindestens drei eigene Texte verfassen und die Tagung in Wien besuchen, oder alternativ sechs Texte verfassen und am Ende eine Abschlussreflexion schreiben oder ein gemeinsames Gespräch in Wien besuchen. Der Kurs kann aber gerne auch ohne Zertifikat abgeschlossen werden. Sie bestimmen das Tempo selbst, lesen so viel, wie Sie Lust haben, und bringen sich nach Zeitressourcen, Lust und Laune ein!
- Muss man Literatur studiert haben?
Überhaupt nicht. Vorkenntnisse werden ausdrücklich nicht vorausgesetzt. Der Kurs richtet sich an alle, die Freude am Lesen, an Sprache und am Nachdenken über Literatur haben – unabhängig von Alter, Wohnort oder Vorbildung.
Und auch der Zeitaufwand ist ziemlich flexibel: Man kann sich intensiv beteiligen, alle sechs Einsendungen machen und auf das Zertifikat hinarbeiten – oder einfach lesen und die Angebote nutzen, die gerade ins eigene Leben passen. Der Kurs kann mit oder ohne Zertifikat abgeschlossen werden. Man muss also kein „Literaturprofi“ sein. Man sollte einfach Lust haben, sich auf Bücher einzulassen, die eigene Wahrnehmung zu hinterfragen und mit anderen Leser*innen darüber ins Gespräch zu kommen. Und man bekommt dafür ein ganzes Jahr lang Anregungen, Lektüre, persönliche Begleitung und Begegnungen – mit ziemlich viel Freiheit, wie intensiv man das alles nutzen möchte.
- Wie lange dauert das alles?
Der Fernkurs läuft von Oktober bis Juni des Folgejahres. Den Abschluss bildet das Fernkursfest Anfang September in Wien.
- Was kostet der Fernkurs?
Die reguläre Teilnahme kostet in Österreich 300 Euro, ermäßigt 280 Euro; eine Kooperations-Ermäßigung beträgt 250 Euro. Zusätzlich gibt es jedes Jahr die beliebte "Bring your friend"-Aktion. Wer schon einmal einen Kurs absolviert hat und jemand Neuen mit zum Kurs bringt, nimmt an der Fernkursverlosung teil und hat die Chance, eines von drei Bücherpaketen (Fernkurslektüre) zu gewinnen. Die mitgebrachte Person erhält aber auch ein Zuckerl: Sie bezahlt schon beim ersten Mal den ermäßigten Fernkursbeitrag!
- Noch Fragen?
Sie sind neugierig auf den Kurs, möchten aber vorab noch einige Details klären?
Schreiben Sie uns: office@literarischekurse.at
